Interview mit global CT

Die 2018 von Alte Leipziger – Hallesche und Friendsurance ins Leben gerufene Free Insurance Data Initiative (FRIDA) setzt sich für einen branchenweiten, offenen Schnittstellenstandard im Versicherungsbereich ein. Seit Sommer 2021 agiert FRIDA als eingetragener Verein. In einer neuen Interview-Serie stellen wir nacheinander alle Gründungsmitglieder vor:

Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind eine inhabergeführte Unternehmensberatung mit Hauptsitz in Hannover (Isernhagen). Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in den Branchen Bank, Versicherung und Finanzdienstleistungen.

Seit 2015 begleiten wir mit unseren aktuell über 70 Mitarbeitenden in unseren Geschäftsbereichen global CT Consulting & global CT Digital, deren Leistungen sich wechselseitig ergänzen, Unternehmen auf ihrem Weg der digitalen Transformation. Unser Hand-in-Hand-Ansatz umfasst dabei viele ineinandergreifende Services von Beratung über Projektmanagement bis hin zur Softwareentwicklung. So können wir die Schritte unserer Kunden in Richtung Zukunft komplett mit unseren Ressourcen umzusetzen.

Warum engagiert ihr euch bei FRIDA?

Unser Leitspruch „Providing Excellence. Helping People.“ ist nicht nur Marketing, sondern beschreibt perfekt die DNA unseres Unternehmens. Wo ließe sich beides besser verbinden als in einer Non-Profit-Organisation, die zum Ziel hat, eine ganze Branche fit für die Zukunft zu machen. Mit FRIDA können wir den Maßstab setzen, wie Unternehmen und Institute der Versicherungsbranche zukünftig untereinander und mit der Gesellschaft kommunizieren: Ein Austausch von Daten und Informationen ohne künstliche Barrieren, maximal sicher und für die Versicherten transparent, ganz im Sinne von Open Insurance.

FRIDA und der Austausch mit allen Beteiligten bieten uns die Gelegenheit, selbst spannende Impulse zu erhalten und im Gegenzug unsere 20 Jahre Branchenerfahrung in diese Gemeinschaft zurückgeben.

Was ist eure Rolle und in welchen Gruppen seid ihr aktiv?

Wir haben das FRIDA Datenmodell für die Schnittstellen zwischen Deutscher Renten Information (DRI) und Versicherern sowie Versicherten mit definiert und entwickelt. Aktuell begleiten wir die Testphase sowie die Einführung. Wir haben zudem im Use-Case Cyber-Security mitgewirkt und diesen konzeptioniert und geplant. Gegenwertig sind wir dabei, diesen aufzusetzen. Neben der aktiven Unterstützung in Use-Cases und fachlichen Abstimmungen unterstützen wir zudem in der generellen Administration sowie bei der Gewinnung neuer Mitglieder.

Was ist aus eurer Sicht die größte Herausforderung von Open Insurance?

In digitalen Ökosystemen stellt die Datensicherheit die wichtigste Anforderung dar. Es gilt, die Kommunikationswege und die Daten aller Beteiligten maximal vor unberechtigtem Zugriff zu schützen. Dank unserer Expertise und unseren Kapazitäten im Bereich IT-Security und der interdisziplinären Zusammenarbeit mit allen FRIDA-Mitgliedern eine Aufgabe, die wir lösen werden.

Wie bei allen Transformationsprozessen gilt es, unterschiedliche Positionen zusammenzubringen, ohne dabei das übergeordnete Ziel aus den Augen zu verlieren. Das gemeinsame Commitment der FRIDA-Mitglieder stellt hier eine wichtige Grundlage dar.

Wo sehen wir das Thema Open Insurance in fünf Jahren?

Unsere Vision ist, dass Open Insurance in 5 Jahren nicht mehr nur ein Trendwort ist, sondern der neue und erfolgreiche Standard am Markt. Fest verankert in Architekturen und Systemen soll er einen Mehrwehrt für die Versicherten, Unternehmen und alle weiteren Organisationen bieten. Open Insurance bedeutet für uns dabei jedoch viel mehr als technische Innovation – es soll als Wegweiser der Branche dienen und ein Mindset der Öffnung in Versicherungsunternehmen fördern und fordern. In unserer Vorstellung der Zukunft ist der Markt frei von Barrieren gegen Interoperabilität und dank höchster Sicherheit attraktiv für alle Menschen, die den Unternehmen ihr Vertrauen schenken.

Warum sollten sich Unternehmen bei FRIDA einbringen?

Gemeinsam haben wir die großartige Chance, etwas Neues aufzubauen. Wir können eine ganze Branche nachhaltig verändern und einen neuen Maßstab setzen, wie die Kommunikation im Versicherungssektor in Zukunft funktioniert. Neue Mitglieder bedeuten für FRIDA neues Wissen und neue Use Cases, um zusammen als Treiber der Digitalisierung zu dienen.

Unsere Initiative dient ebenfalls als Raum für Begegnung und Austausch. Durch ein geschlossenes Auftreten besitzen wir Mitglieder eine verbesserte Außenwirkung und können gemeinsame Positionen stärker vertreten.

An welchen Projekten im Versicherungswesen (z.B. Digitalisierung, Standardisierung) seid Ihr bereits beteiligt?

Da wir uns hauptsächlich im Umfeld Versicherungen, Banking und Finanzdienstleistungen bewegen, liegt der Großteil der Expertise unseres Teams in der Digitalisierung dieser Branchen. Wir haben daher sowohl als Einzelpersonen, in allen denkbaren Rollen und auf allen Levels, als auch mit unserem Unternehmen sehr viele Kunden auf ihrem Weg der digitalen Transformation erfolgreich begleitet

Als Auszug unseres Portfolios lohnt sich die Betrachtung einiger großer Digitalisierungsprojekte, deren Schwerpunkte ebenfalls in der Standardisierung von Schnittstellen, der Neugestaltung und Optimierung von Prozessen und der Etablierung von Standards im Bereich der IT-Security liegen. Aufgrund unseres Hand-in-Hand-Ansatzes verstehen sich hier natürlich alle Schritte von Analyse über Prozessmanagement und technischer Umsetzung bis zur laufenden Betreuung.

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