Interview mit MCSS AG – MioCloud Solution Systems

Die 2018 von Alte Leipziger – Hallesche und Friendsurance ins Leben gerufene Free Insurance Data Initiative (FRIDA) setzt sich für einen branchenweiten, offenen Schnittstellenstandard im Versicherungsbereich ein. Seit Sommer 2021 agiert FRIDA als eingetragener Verein. In einer neuen Interview-Serie stellen wir nacheinander alle Gründungsmitglieder vor:

  1. Wer seid Ihr? Was macht Ihr?
    Die MCSS AG, Köln, ist ein IT-Unternehmen mit Fokussierung auf cloudbasierte Lösungen für Cybersicherheit, Datenschutz und Qualitätsmanagement, insbesondere im Gesundheitswesen und in der Sozialwirtschaft. Das zentrale Portfolio umfasst Assistance Services für Cyber-, Haftpflicht- und BU-Versicherungen.
  2. Warum engagiert Ihr Euch bei FRIDA?
    Die Ziele von FRIDA sind ein integraler Bestandteil der MCSS Strategie. Im Mittelpunkt des Portfolios steht das digitale MCSS Ökosystem mit kompatiblen Datenaustausch zwischen allen Stakeholdern wie Versicherungen, Versicherten und Dienstleistern. Die FRIDA Initiative bietet mit der Realisierung von offenen Datenmodellen und Schnittstellen von „Real World Use Cases“eine optimale Plattform zur Unterstützung bei der Erreichung der MCSS Unternehmensziele.
  3. Was ist Eure Rolle? In welchen FRIDA Arbeitsgruppen seid Ihr aktiv?
    MCSS Teammitglieder sind in einigen Rollen in FRIDA aktiv. Dazu gehören Unterstützungen in der Regulatorik, wie Datenschutz- und Informationssicherheit. Ein  MCSS Aufsichtsratsmitglied ist Justiziar in der FRIDA Initiative. Aktive Rollen von MCSS Teammitgliedern sind bislang Lead der Use Case Gruppe Cyber und Teilnahme in der Use Case Gruppe Healthcare.
  4. Was ist Eure Prognose wo wir mit dem Thema Open Insurance in 5 Jahren stehen werden?
    Open Insurance wird in 5 Jahren nicht nur eine Initiative, sondern ein Framework für alle Prozesse in der Versicherungswirtschaft sein. Das Beispiel Open Banking zeigt den Nutzen der integrativen Digitalisierung und kann als Vorbild für Open Insurance gesehen werden.
  5. Warum sollten sich Unternehmen bei FRIDA einbringen?
    Wer in Initiativen für die Standardisierung von Schnittstellen und Datenmodellen aktiv tätig ist, hat Vorteile durch geregelte Mitwirkung und durch direkte und zeitoptimierte Informationsprozesse für eigene unternehmerische Strategien.Die Gründer der MCSS AG haben in diesem Kontext wichtige Geschäftserfolge im internationalen „Open Healthcare“ Business erfahren.
  6. Was ist aus Eurer Sicht die größte Herausforderung für Open Insurance?
    In der Open Insurance Welt gibt es unterschiedliche Rollen und damit auch Interessen. Die Synchronisierung dieser Positionen mit dem Ziel der Synergienutzung ist eine „Herkules“-Aufgabe. Nur wenn es gelingt, die Kräfte der einzelnen Unternehmen und Organisationen zu bündeln, wird es zeitnah eine wirtschaftliche Nutzung von Open Insurance Projekten geben können.
  7. An welchen Projekten im Versicherungswesen (z.B. Digitalisierung, Standardisierung) seid Ihr bereits beteiligt?
    Die MCSS AG realisiert ein Forschungsprojekt zur Umsetzung der Rechtskonformität und der Digitalisierung im Bereich der Cybersicherheit und des Datenschutzes. Das Projekt wird durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gefördert. Außerdem entwickelt MCSS ein KRI- (Key Risk Indicators) und KPI- (Key Performance Indicators) Projekt für die Risikoanalyse verschiedener Versicherungssegmente (Cyber, Haftpflicht, BU, etc.). Die Indikatoren (wie z.B. ISAK = Informationssicherheits-Ausschöpfungskennzahl) sind Bestandteil von Assistance Services für Versicherungsunternehmen. Das Projekt unterstützt die unternehmensübergreifende Transparenz und die Vergleichbarkeit des Risiko-Monitorings für neue Versicherungsprodukte wie z.B. innovative Cyberschutz-Policen.
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